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Schlagwort: vegetarisch

Vegetarisch auf den Komoren

Vegetarisch auf den Komoren

Vegetarisch zu essen ist auf den Komoren möglich

Viele Leute auf den Komoren essen vegetarisch. Zwar lieben die Komorer Fleisch. Ebenso aber auch Fisch und Meeresfrüchte. Dazu Reis, selten Süsskartoffeln oder oft Maniok. Kochbananen sind die Nummer eins für stärkehaltige Nahrung. Kochbananen werden in sehr vielen Arten zubereitet, von knackigen Frittes bis weichgekocht und somit kartoffelartig. Salat findet sich ist eher selten und Früchte gibt es je nach Saison. In diesem breiten Angebot eine vegetarische Variante zu finden, ist immer möglich. Etwas schwieriger wird es mit veganen Variationen oder mit laktosefreien Produkten. Wer ernährungstechnisch spezielle Ansprüche hat, sollte dies vor der Tour auf die Komoren anmelden.

Die Trekking-Tour auf den Karthala zehrt an den Kräften. Unsere Guides verwöhnen Sie aber auf 2000 m ü. M. mit kräftespendendem Essen, so variationsreich wie möglich. (Der Bergführer und allenfalls die Träger müssen ja alles im Rucksack hochtragen!) Ihre speziellen Essenswünsche berücksichtigt man selbstverständlich bei Voranmeldung.

Nahrungsmittelimport

Die Republik der Komoren mit ihren drei Inseln Grande Comore, Mohéli und Anjouan und den insgesamt rund einer Million Einwohnern kann sich selber nicht ernähren: die Komoren müssen Nahrungsmittel einführen. Dies geschieht primär aus dem benachbarten Madagaskar für Früchte und Gemüse. Auch Lebendvieh – meist Zebu-Rinder – werden aus Madagaskar eingeführt. Verarbeitete Nahrungsmittel kommen auch aus Europa und zunehmend aus China. Während in den jeweiligen Hauptorten der Inseln eine ziemliche Auswahl an Nahrungsmitteln besteht, wird das Angebot in den Dörfern schnell sehr mager. Aber auch dort findet man zumeist Biskuits (aus der Türkei), Sardinenbüchsen (aus Marokko) oder Instantsuppe (aus China).

Die Restaurants auf den Komoren haben zwar Speisekarten, aber in fast allen Fällen wird auf individuelle Wünsche eingegangen. Es ist zu beachten, dass auf den Komoren auch eine beträchtliche indische Bevölkerung lebt und viele davon Vegetarier sind. Sie haben den Weg für heutige Vegetarier seit Generationen geebnet.

Der normale Haushalt besorgt seine Nahrungsmittel aus dem eigenen Garten oder auf dem Quartiermarkt. Ein Kühlschrank bleibt ein Luxusobjekt, Elektrizität ebenso. Also wird so gekocht, dass keine Reste aufzubewahren sind. Daher ist das, was auf den Tisch kommt, meistens frisch zubereitet. Dies betrifft besonders das Brot. Zu jedem Essen werden herrliche Brotfladen serviert, die für gewisse Speisen in kleinen Portionen ins Essen eingetunkt werden und so als eine Art Löffel dienen. Ach ja, auf den Komoren isst man traditionellerweise mit der rechten Hand.