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Schlagwort: Tourismus

Ile de la Selle Anjouan

Ile de la Selle Anjouan

Ile de la Selle

Die Ile de la Selle in Anjouan liegt am westlichen Ende des ‚Dreiecks‘, das die Insel Anjouan bildet. Anjouan hingegen ist eine der drei Inseln, die die Republik der Komoren ausmachen.

Der Name der Insel stammt von alten Seefahrern: die kleine Insel gleicht vom Meer aus einem Pferdesattel. Daher der französische Name Selle (Sattel). Die höchste Erhebung der rund 1 Quadratkilometer grossen Felseninsel liegt gerade mal 101 müM und dient als schöner Ausguck auf das Meer und den westlichen Teil von Anjouan.  Von diesem Hügel aus kann man sogar zur Hauptstadt Moutsamoudou sehen. Die Hauptstadt von Anjouan liegt nur rund 20 Kilometer in östlicher Richtung der Insel la Selle.

Nach la Selle gelangt man per Boot ab Bimbini. Das Küstenstädtchen Bimbini ist auf enger Asphaltstrasse erreichbar und liegt an einem von Mangroven bewachsenen Sandstrand. Bei Ebbe weicht das Meer weit hinaus. Bei Flut füllt sich die kleine Bucht rasant schnell. Bimbini hat keinerlei badetauglichen Strand. Ab Bimbini fährt man mit einem Aussenbordmotorschiff eine halbe Stunde der Küste entlang und erreicht die keine zehn Kilometer entfernte Insel la Selle, die plötzlich hinter einer Felsennase auftaucht.

Salzproduktion

Auf la Selle versucht ein Kleinunternehmer seit wenigen Jahren, Salz zu gewinnen. Dazu hat er Betonwannen gebaut und lässt darin Meerwasser auf natürliche Art von der Sonne verdunsten. Das zurückbleibende, rohkrustige Salz muss er danach reinigen und zum Verkauf vorbereiten. So recht in Schwung gekommen ist das Mikrounternehmen noch nicht. Auch weil die Komoren das benötigte Salz in grossen Mengen aus Madagaskar importieren und das madagassische Salz einen ausgezeichneten Ruf geniesst.

Auf la Selle stehen ein paar wenige Baobab, die mit ihrem imposanten Umfang ein dominantes Landschaftsmerkmal sind. Ansonsten ist die Insel von kleinen Bäumen und Büschen bewachsen. Die Vulkaninsel hat keine Süsswasserquellen. Die Insel ist auch nicht bewohnt. Man findet aber Spuren von Pflanzfeldern, die auf eine kleine Siedlung in früheren Zeiten schliessen lässt.  Nur ein paar Ziegen und Vögel sind Dauerbewohner der Insel.

Ökotourismus

Ein in Bimbini ansässiger Unternehmer denkt darüber nach, auf der Insel ein paar Bungalows herzurichten und touristische Aufenthalte zu organisieren. Auf La Selle stehen noch ein paar Hütten, die ein früherer Initiant für ein Tourismus-Resort gebaut hatte. Doch das völlig unterfinanzierte Vorhaben schaffte es nicht, brauchbare Gebäude zu erstellen. Die jetzt noch stehenden Hütten sind in einem lamentablen Zustand. Es ist wohl noch ein weiter Weg bis zum ‚Holiday-Resort‘ auf La Selle.