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Schlagwort: Essen

Gastronomie auf den Komoren

Gastronomie auf den Komoren

Gastronomie auf den Komoren
Komoren, Gastronomie

Die Gastronomie auf den Komoren ist sehr abwechslungsreich, jedenfalls für jene, die ein wenig Abwechslung suchen.

Die Bevölkerung selbst mag am liebsten Reis und Fleisch, dann natürlich auch Kochbananen und Fisch. Auf Essensdekoration achten die Komorer im täglichen Leben kaum. Die – wenigen – Restaurants geben sich etwas mehr Mühe, denn sie wissen, das Auge isst immer mit.

Die drei Inseln der Komorenrepublik haben ganz unterschiedliche landwirtschaftliche Gegebenheiten. Anjouan eignet sich sehr gut für Landwirtschaft, während die Äcker auf Grande Comore mit seinem vulkanischen Boden schwierig zu bearbeiten ist. Landwirte auf den Komoren haben zwar einen schweren Stand auch bezüglich der Bewässerung ihrer Felder. Auf Grand Comore gibt es keinen einzigen Fluss.

Viele Nahrungsmittel müssen aus Madagaskar eingeführt werden, so auch Tomaten und Gurken, Zwiebeln und Bohnen. Dann aber auch Reis und Kartoffeln.

Die Komoreninseln sind eigentlich nur in Sachen Fischfang autark. Der Import von Grundnahrungsmitteln lastet schwer auf den Handelsbilanzen der Republik.

Zwar werden gern Rinder gezüchtet, aber ebenso müssen eingeführt werden. Auch dies aus Madagaskar für normale Zeburinder. Dann aber auch die grosshörnigen Watusirinder aus Ostafrika, die wegen ihren weit ausladenden Hörnern als Heiratsgeschenke sehr gefragt sind. Auf den Weiden finden sich Ziegen und selten Fettschwanzschafe. Viele Leute halten sich Hühner für Eier und Fleisch.

Der Indische Ozean und somit auch der Kanal von Mozambique ist fischreich. Daher gehört die Fischerei seit Jahrhunderten zum Alltag der komorischen Männer. Denn es sind die Männer, die hinausfahren und mit Netzen Fische fangen. An Land sind es dann die Frauen, die den Fisch auf die Märkte bringen und verkaufen. Gegessen wird so gut wie alles, was das Meer hergibt. Erst der sehr zögerliche Tourismus hat den Einheimischen bewusst gemacht, dass Langusten etwas Spezielles ist und eine Köstlichkeit ist.

Tourismus ist ein kleiner Faktor im komorischen Alltag. Die wenigen Leute reisen auf die Komoren, um den Karthala-Vulkan zu erwandern oder um zu tauchen und schnorcheln. Wenige haben nur von komorischen Essensspezialitäten gehört und wohl niemand kommt daher auf die Komoren. Ein grosser Irrtum, denn die Gastronomie auf den Komoren wartet mit herrlichen Köstlichkeiten auf!