Karthala Trekking

Karthala Trekking

Karthala, ein Muss für jeden der die Komoren besucht

 

Die Komoren bestehen aus mehreren kleinen und drei grösseren Vulkaninseln. Auf der Hauptinsel Grande Comore gibt es immer noch einen aktiven Vulkan, den Karthala. Dieser liegt auf dem höchsten Punkt der Komoren auf 2.361 m ü. M.

Der Karthala ist ein sehr aktiver Vulkan, der seit dem 19. Jahrhundert etwa 20 Ausbrüche verzeichnen konnte. Bis jetzt gab es bei den Ausbrüchen zum Glück jedoch keine grossen Zerstörungen und Menschen wurden weder schwer verletzt noch getötet.

Früher gab es einen Kratersee auf dem Karthala, welcher heute nicht mehr sichtbar ist, da er durch die Ausbrüche in 2005 und 2007 komplett mit Lava bedeckt wurde. Die Caldera misst einen Durchmesser von 3 bis 4 Kilometern und wirkt sehr imposant vom Rande der Caldera.

Je nachdem wie sportlich Sie sind ist der Aufstieg zum Karthala eine kleine bzw. grössere Herausforderung. Für die sehr fitten ist es möglich diese Wanderung innerhalb eines Tages zu machen. Die meisten aber bereuen ihre Entscheidung im Nachhinein und hätten lieber zwei Tage investiert, um mehr Zeit in der wunderschönen Landschaft zu verbringen.

Wenn Sie genug Zeit zu Verfügung haben, lohnt es sich wirklich auch diese Wanderung auf drei Tage zu verlängern. So können Sie am ersten Tag im aller Ruhe von ca. 300 m. ü. M. bis auf 1.620 m ü. M. zum Camp hinaufwandern und den ersten Nachmittag im und rings um das Camp geniessen. Übernachtet wird in Zelten und da es am Abend sehr kalt werden kann, sollten Sie geeignete Kleidung mit sich führen. Am zweiten Tag steht dann der letzte Teil des Aufstiegs auf den Karthala an. Nur ein paar hundert Höhenmeter nach dem Camp ändert sich der Landschaft. Die grünen Wälder werden nach und nach durch eine kargere Landschaft ausgetauscht. Zunächst ist es ähnlich wie eine Steppe und wird dann immer kargerer, je höher Sie aufsteigen. Erstaunlicherweise gibt es mehrere kleine Blumen zu sehen und gewisse Vogelarten begleiten Sie bis ganz nach oben.

Bei der dreitägigen Wanderung haben Sie oben genügend Zeit, um nicht nur der Ausblick auf den Vulkan zu geniessen, sondern auch um in die Caldera hinabzusteigen. Es fühlt sich ein bisschen magisch an in die Caldera hineinzulaufen, immerhin läuft man auf einem aktiven Vulkan. Vergleichbar ist es mit einem Dampfkocher der stetig kocht, aber auch jeder Zeit in die Luft gehen kann. In den grössten und tiefsten Krater der Caldera können Sie nicht hinein. Der lokale Guide passt hier sehr gut auf, dass niemand dem Rand des Kraters zu nahekommt.

Nicht nur für Vulkaninteressierte ist diese Wanderung von Interesse. Die Natur hat viel zu bieten und ist sehr abwechslungsreich. Zudem ändert sie sich ständig je höher und höher Sie auch gehen. Für Ornithologen gibt es ebenfalls viel zu entdecken. Es gibt mehrere endemische Vogelarten, die nicht nur auf den Komoren, sondern wirklich nur rings um den Karthala zu finden sind.

 

Der Abstieg von der Caldera zurück ins Tal

 

Auf der Rücktour gibt es die Möglichkeit eine andere Route für den Abstieg zu wählen, als die die Sie während des Aufstiegs nutzten. Bei dieser weiteren Variante, werden Sie mit einer Wanderung durch einen Märchenwald belohnt, der vor Ort „La Convalescence“ genannt wird. Dieser Name stammt noch aus der Kolonialzeit, denn damals gab es hier oben am Waldrand einen Nacherholungsort. Da die meisten Touristen denselben Weg hinauf sowie hinab zum Karthala nutzen, ist der Pfad durch den „La Convalescence“ nicht ganz einfach. Aber mit ein wenig Geduld sowie Wanderstöcken (die Sie ebenfalls für den Aufstieg gebrauchen können) werden die Eindrücke von diesem wunderschönen und knallgrünen Zauberwald bei Ihnen lange in Erinnerung bleiben.

Es gibt in Moroni, der Hauptstadt der Komoren, mehrere Guides, die Touren auf den Karthala anbieten. Hierbei lohnt es sich sehr bei der Auswahl des Guides sicherzustellen, dass Sie einen guten Guide auswählen und im Voraus mit ihm aushandeln, welche Leistungen inklusive sind und welche nicht. Neben guten Zelten, Schlafsäcken, Wasser etc. gibt es auch Träger. Sollten Sie keinen Träger nutzen oder in Ihrem Preis inkludiert haben, müssen Sie all Ihr Gepäck sowie Ihre Schlafutensilien alleine tragen (was den Aufstieg natürlich noch um einiges erschwert). Ein guter Guide wird Sie ebenfalls im Voraus darüber informieren, was sie unbedingt für den Auf- und Abstieg benötigen. Eine Notfallapotheke sollten Sie immer mit sich führen, da dieses Material nicht nur sehr schwer zu kaufen ist auf den Komoren, sondern auch viel zu teuer für die Guides ist, um es im Vorfeld für jede Tour mit dabei zu haben.

 

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